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Städtische Grünflächen sind Lebensräume

14.12.2016

Am 9. Dezember 2016 trafen sich die französischen Städte des Vereins "Alpenstadt des Jahres", um sich über das Thema Biodiversität in der Stadt auszutauschen. Ein reichhaltiger, gemeinsamer Vormittag, der auch einen Ausblick auf andere denkbare Themen für zukünftige Treffen ermöglichte.

Vertreterinnen und Vertreter der französischen Alpenstädte trafen sich zum Lokalaugenschein und einem anregenden Austausch in Annecy.
(c) Michelle Rabbiosi

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In einer Kaffeerunde beginnt Christophe Ferlin, Leiter der Abteilung "Landschaft und Biodiversität", seine Vorstellung des Baus des neuen Gartencenters von Annecy mit den Kennzahlen: 2,6 Hektar, 5.600 Quadratmeter Treibhäuser, 85 Angestellte, 7,5 Millionen Euro für den Bau. Anschliessend folgen ihm die Vertreterinnen und Vertreter von Chambéry, Chamonix und Annecy mit Interesse durch die im Bau befindlichen Treibhäuser, den öffentlichen Empfangsbereich, die zukünftigen Büroräume, das Holzheizkraftwerk für die Beheizung der Treibhäuser bis vor den Auffangbehälter für Regenwasser für die Bewässerung der Pflanzen.

Der Austausch geht im Sitzungsraum des Stadtrats von Annecy weiter. Thierry Billet und Christophe Ferlin berichten, dass die Bepflanzung nur ein Teil der Arbeit der Abteilung "Landschaft und Biodiversität" ist. Das Ziel "pestizidfreie Stadt", die differenzierte Bewirtschaftung der Grünflächen, die Beobachtungsstelle für Biodiversität, die Gemeinschafts- und Quartiergärten, die Bienenstöcke und der im Bau befindliche Stadtbauernhof sind weitere von der Stadt getragene Initiativen. Das Berufsbild der Stadtgärtner ist vielseitiger geworden, da diese jetzt auch zum sozialen Zusammenhalt, zur Sensibilisierung für die Ökologie und zur wissenschaftlichen Beobachtung der Biodiversität beitragen. Christophe gibt zu: "Wir haben vor vier bis fünf Jahren verstanden, dass die Grünflächen Lebensräume sind und nicht nur Zierde". Das Management des Grüns in der Stadt entwickelt sich weiter. Die Frage lautet nicht mehr: "Wie Unkraut vernichten?" sondern "Warum Unkraut vernichten?". Die Vertreterinnen und Vertreter von Chambéry und Chamonix berichten auch von ihren eigenen Erfahrungen, beispielsweise vom Aufbau des gemeinschaftlichen Obstgartens von Chambéry.

Nach Informationen über Neuigkeiten aus dem Verein schlagen die TeilnehmerInnen zum Abschluss des Treffens Themen vor, zu denen sie sich auch mit den Mitgliedsstädten aus den anderen Ländern austauschen und gemeinsame Projekte entwickeln möchten: Die Biodiversität in der Stadt gehört dazu, aber auch alternative Mobilitätsformen, intelligente Städte oder die Luftverschmutzung. Ein neues Treffen der französischen Städte zum Thema intelligente Städte wurde bereits für Februar 2017 in Chambéry vereinbart.

Weiterführende Informationen: www.annecy.fr (fr)

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