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Lebensqualität im Alpenraum

Erscheinungsjahr: 2009

Verlag: Geographie Innsbruck
ISBN: 978-3-901182-39-6
Bezug: http://www.buchhandel.de/detailansicht
Preis: 34,00 €
Seiten: 335
 
Erscheinungsort: Innsbruck
Sprache: de
 
Autor(en): Lars Keller
 

Die Untersuchung geht der Frage auf den Grund, auf welche Weise und in welchem Ausmaß sich die Lebensqualität in den Regionen des Alpenraums unterscheidet und ob dies in einem wissenschaftlichen Modell nachzuweisen ist. Das Untersuchungsgebiet definiert sich aus einer Synthese der Alpenkonventionsabgrenzung und den statistischen Einheiten NUTS 3, womit es 100 ‚Alpenregionen’ in sieben Staaten umfasst. Unter Verwendung sehr unterschiedlicher und teilweise neuer Erfassungsmethoden wurden über zwei Jahre lang alpenweit Daten zu den verschiedensten Themenbereichen gesammelt. Die am Ende vollständig zur Verfügung stehenden 50 Indikatoren werden in zwölf Indikatorensets gruppiert:
‚Wirtschaftskraft’, ‚Arbeit’, ‚Mobilität’, ‚Bevölkerung’, ‚Gesundheit’, ‚Bildung und Kultur’, ‚Gleichberechtigung’, ‚Partizipation’, ‚Freizeit’, ‚Solarpotenzial’, ‚Landschaft’ sowie ‚Artenvielfalt und Naturschutz’.
Diese Indikatorensets werden wiederum den drei Dimensionen ‚Ökonomie’, ‚Soziokultur’ und ‚Naturraum’ zugeordnet. Damit entsteht ein den Gedanken der Nachhaltigkeit folgendes Modell, das mit objektiven (nachvollziehbaren und reproduzierbaren) Indikatoren operiert und die konkrete Betrachtung von subjektiv empfundener Lebensqualität außen vor lässt. Mithilfe von Interviews erfolgen eine Gewichtung der Indikatoren und Indikatorensets sowie eine intensive Lenkung und Überprüfung des Modells durch anerkannte Experten auf dem Gebiet der Alpenforschung.
Anhand der Grunddaten werden für jeden Indikator maximal 100 Punkte pro Alpenregion vergeben und dieser Wert mit den Experten-Gewichtungen des Indikators multipliziert. Durch Addition der Ergebnisse kann für jedes Indikatorenset ein genaues Ranking ermittelt werden. Durch Division der Endsummen der Indikatorensets durch die jeweilige Zahl der sie bestimmenden Indikatoren sowie die Multiplikation dieser Resultate mit den Experten-Gewichtungen der Indikatorensets entsteht ein Ranking für die drei Lebensqualitäts-Dimensionen. Das ‚Tirol Atlas’-System bietet eine wertvolle Hilfe bei der Visualisierung der Ergebnisse, die nicht nur in textlichen Analysen, sondern auch mithilfe von Tabellen, Grafiken und insbesondere von Karten anschaulich dargestellt werden. Die Verteilungsmuster der Ergebnisse für die einzelnen Indikatoren, Indikatorensets und Dimensionen erlauben Schlüsse in den jeweiligen Teilbereichen von Lebensqualität, wobei sich bestimmte regionale Muster ergeben, die letztlich eventuell sogar die Bestimmung von ‚Gesamtsiegern’ oder ‚Gesamtverlierern’ ermöglichen. Ein abschließendes Gesamtranking ‚Lebensqualität im Alpenraum’ wird jedoch nicht angestrebt und scheint derzeit außerdem nicht realisierbar. Hierzu müssen zukünftig weitere intensive Bemühungen innerhalb der Nachhaltigkeitsforschung geleistet werden, denn letztlich gilt die knapp zu fassende Regel: Keine Lebensqualität ohne Nachhaltigkeit, keine Lebensqualitäts-Forschung ohne integrative Geographie.

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